BIX TOP ACT: Cameron Graves - "Planetary Prince"
Mi 25. April 2018 | 20:30
BIX TOP ACT: Cameron Graves - "Planetary Prince"

Der Release von Kamasi Washingtons „The Epic“ im Jahr 2015 markierte eine richtungsweisende Veränderung in der Jazzlandschaft – die Karten wurden sozusagen neu gemischt für das Genre-auflösende, in Los Angeles ansässige West Coast Get Down Kollektiv. Diese Evolution geht nun mit dem Release von „Planetary Prince“ (2017) weiter, dem Debüt des visionären Pianisten, Keyboarder, Komponisten und „West Coast Get Down Gründungsmitglied“ (WCGD) Cameron Graves.

Die kurze Zeit zuvor bei Mack Avenue Records unter gleichem Namen veröffentlichte EP von Cameron Graves wurde auf ein acht Songs umfassendes Album ausgebaut, welches genau wie das oben genannte, revolutionäre Kamasi Washington Album „The Epic“ als absolut innovative und horizonterweiternde Jazzerfahrung angesehen wird.

Die Musik von Cameron Graves ist besonders lebendig und erfrischend – man hört ganz deutliche eine ansteckende, ursprüngliche Hingabe auf dem Album „Planetary Prince“, die mit umwerfenden Melodien und atemberaubenden Solos vereint wird. Als stimmiges Gesamtwerk mit einer Dauer von fast 80 Minuten, so greift das aktuelle Album von Graves den Grundgedanken von pulsbeschleunigender und bewusstseinserweiternder, in die Tiefe gehender Energie auf.

Die Band, die Cameron beim Einspielen des Albums begleitete, setzt sich aus Mitgliedern des West Coast Get Down Kollektivs zusammen – ihre persönliche und freundschaftliche Beziehung untereinander reicht zurück bis zur gemeinsamen Zeit an der High School: So sind auf dem Album u.a. der international hoch erfolgreiche Tenorsaxofonist Kamasi Washington, der Posaunist Ryan Porter, Bassist Stephen „Thundercat“ Bruner sowie der Drummer Ronald Bruner jr. zu hören.

In der High School Band spielten Graves, Washington, Porter und die Bruner-Brüder zusammen – und verbrachten nicht wenig Zeit damit, John Coltranes Werke rauf und runter zu hören.  Mit nur 16 Jahren nahm Graves zusammen mit Washington und den Bruners und  mit seiner ersten eigenen Band „The Young Jazz Giants“ ihr gemeinsames Debüt auf. Die Gruppe etablierte sich schnell – denn sie spielte regelmäßig in einem lokalem Veranstaltungshaus, dem „Doboy’s Dozen“. Es dauerte nicht lange, und die Band wurde auf eine Truppe von 10 experimentierfreudigen Musikern vergrößert. „Das war der Punkt, an dem wir uns eingroovten“, erinnert sich Graves. „ Wir schrieben zusammen Songs, suchten und fanden unseren Groove und lernten extrem viel voneinander; wir kreierten diese Chemie, die uns heute (als Kollektiv) zusammenhält.“

Ihre gemeinsame und erfolgreiche Arbeit als Musikkollektiv gipfelte also einige Zeit später in den Aufnahmen von „The Epic“ und „Planetray Prince“. „Wir haben dieses und anderes Material in einer solchen Intensität und eine so lange Zeit zusammen gespielt. Wir sind alle damit aufgewachsen, HipHop, Rock, Metal und Jazz anzuhören, so dass jeder einzelne von uns genau weiß, wohin wir gehen und wo was zu ergänzen ist. Es ist die bloße Intuition.“

 

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“Cameron Graves is a musical genius. He has an innovative approach to the piano that is completely unique. Cameron’s new album ‘Planetary Prince’ is an amazing and almost unbelievable combination of modal jazz, romantic era European classical music, and mathematical death metal. A style so cool that it deserves it’s own genre. Cameron’s music has been inspiring me since I was thirteen years old and it still does today! I’m so glad he’s sharing it with the world!” – Kamasi Washington

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Graves hat aber auch neben seiner Arbeit für das WCGD eine beachtenswerte Karriere hingelegt: Zusammen mit seinem Bruder Taylor formierte er das R&B-/ Fusion-Duo „The Graves Brothers“, das sein Debüt-Album „Look to the Stars“ im Jahr 2013 veröffentlichte. Das Projekt entstand aus einer Britisch-Amerikanischen Pop-Gruppe heraus, die als „The Score“ enormen Erfolg in England hatten.

Zudem war Graves als eines der wichtigsten Mitglieder der Nu-Metal Band „Wicked Wisdom“ um Schauspielerin und Musikerin Jada Pinkett-Smith. Für den Film „The Human Contract“, bei dem Pinkett-Smith Regie führte, schrieb er den Soundtrack, worüber er in Kontakt mit dem legendären Bassist Stanley Clarke kam – und seitdem als Mitglied in dessen Band um die Welt tourt.

 

An diesem Abend kommt das Energiebündel am Piano in Trio-Besetzung ins BIX! Uns erwartet ein berauschender und mitreißender Abend eines jungen Ausnahmekünstlers, der bei unserem Publikum nicht so schnell in Vergessenheit geraten wird!

 

Besetzung: Cameron Graves (keys); Max Gerl (b); Mike Mitchell (dr)

 

 

Mehr Infos unter:

https://www.camerongravesmusic.com/

https://www.instagram.com/camonpiano/

https://twitter.com/CamOnPiano

 

 

Fotocredit: Anna Webber



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